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Wer darf meine Werke nutzen, sie verbreiten oder gar für seine eigenen Zwecke nutzen? Diese Fragen beschäftigen nicht nur Medienschaffende im Allgemeinen, sondern auch immer mehr Künstler. Sie wissen zwar um die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke, also um Facebook, Twitter und Co. Sie wissen aber auch, dass sie ein zweiseitiges Schwert sind, das auch einen Künstler verletzen kann. Also wie sollte man damit umgehen, wenn ein eigenes Werk plötzlich in einem anderen Ort und oder Kontext dargestellt wird? Ein paar Tipps für diesen Umgang gibt es in diesem Text.

Ein Künstler hat an und für sich nicht den leichtesten Beruf der Welt. Natürlich gibt es diesen Beruf auch nicht, aber für die Verdeutlichung: Ein Künstler ist komplett für sich selbst verantwortlich, muss mit Rückschlägen umgehen können und gleichzeitig aber auch so selbstbewusst sein und dafür sorgen gute Ideen zu haben und diese auch umsetzen zu können. Gelingt ihm das nicht, wird er keinen Erfolg haben und demnach auch kaum Fuß fassen können.

Dazu kommt außerdem, dass seine Werke ständig kopiert, verändert oder anderweitig verbreitet werden können. Denn durch die Möglichkeiten, die das Internet gibt, hat man als Künstler sehr gute Chancen, dass dieser ungünstige Ernstfall eintritt. Zum Beispiel wenn die eigenen Bilder als kostenlose Fotos zum Download freigegeben wurden, ohne dass man eine Zustimmung gegeben hat. Aber wie kann man damit umgehen?

Nun, es gibt natürlich immer die Gefahr, dass Kunst gefälscht wird. Dieses Risiko hatten Künstler aber auch schon vor einigen Hundert Jahren und man darf gespannt sein, welche interessanten Werke am Ende noch sichtbar werden. Wer weiß, vielleicht sogar in der Mona Lisa? Demnach in der Republik nichts neues? Nun, so einfach ist es nicht, da es nie so leicht war Werke zu verbreiten und das unter dem eigenen Namen.

Einige Plattformen haben deshalb auch Beschwerdestellen eingerichtet, die dazu führen sollen, dass niemand auf dumme Ideen kommt und Kunst unter seinem Namen ausgibt. Nur leider sind wir Menschen keine allwissenden Maschinen und es kann schnell sein, dass man es nicht merkt, wenn das eigene Werk entfremdet wurde.

In diesem Fall kann nur an die Vernunft der Nehmer appelliert werden. Was würde passieren, wenn man das mit den eigenen Werken machen würde. Was wären die Auswirkungen? Solche Fragen sollte man immer wieder stellen, auch wenn sie schon 1000 Mal gestellt wurden. Denn man kann sich sicher sein, dass irgendwann diese Fragen auch von den richtigen Personen gehört werden und die Piraterie im Bereich der Kunst dann langsam ein Ende nimmt, bevor es zu spät ist.

Kunst kostet Geld. Dieser Satz ist von mehreren Seiten zu betrachten. Wenn jemand in ein Museum geht und dort ein schönes Bild entdeckt, dass ihm sehr gut gefällt und er es gerne in seinem Haus haben möchte, dann kann sich diese Person das Bild kaufen. Dabei wird natürlich Geld bezahlt. Auf der anderen Seite ist es auch so, dass der Kunstschaffende Geld braucht.

Natürlich nicht nur für den Lebensunterhalt auch nicht nach dem Motto Künstler leben von Luft und Liebe, sondern vielmehr um neue Kunst zu schaffen.

Auch Künstlern gelingt nicht immer alles auf Anhieb

Es müssen Materialien eingeholt werden, es müssen Pläne gemacht werden, eventuell werden Reisen zu schönen Orten unternommen etc. Dazu kommt, dass niemand sagt, dass ein Kunstwerk beziehungsweise seine Erschaffung beim ersten Mal gelingt, oder? Demnach kann es gut sein, dass der Künstler leider erst beim zweiten Mal Erfolg hat. Dann gibt es aber noch eine andere Perspektive, von der aus der Satz betrachtet werden kann.

Denn auch Personen, die erst anfangen Kunst zu erschaffen benötigen dafür Geld. Mit anderen Worten: Ein Kunststudium kostet einfach Geld. Aber woher soll das Geld kommen? Viele Menschen bekommen kein Bafög oder wollen sich einfach nicht mit dem umfangreichen Papierkram auseinandersetzen, der ihnen den Weg zur staatlichen Unterstützung ebnet.

Welche anderen Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Was bleibt sind die Eltern, die ihre Kinder unterstützen können. Aber in Zeiten von immer mehr atypischen Verhältnissen ist es sicherlich so, dass einige Eltern ihre Kinder nicht supporten können. Da sie selbst knappe finanzielle Ressourcen haben und deshalb schlecht über die Runden kommen. Was bleibt sind einmal ein Studienkredit oder aber der Nebenjob. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Auf der einen Seite ist es so, dass ein Nebenjob zwar Zeit kostet aber dafür Geld einbringt. Dabei gibt es manchmal sogar zusätzliches Geld, etwa dann, wenn ein Student kellnert. Auf der anderen Seite bliebt dann auch einfach weniger Zeit für das Studium über.

Für welchen Weg sich der Student dabei entscheidet, bleibt ihm überlassen. Des Weiteren kann ein Studienkredit helfen. Allerdings muss dieser nach einer Karenzzeit, die manchmal ein Jahr beträgt auch zurückgezahlt werden.

Ein Künstler lebt aber oft davon, dass er selbstständig ist und selten davon, dass er oft schon sofort nach dem Studium sehr gute und dauerhafte Aufträge hat, die er dafür nutzen kann, um seinen Lebensunterhalt zu bewerkstelligen und außerdem auch noch einen Kredit abzubezahlen. Daher sollte sich ein Kunststudent sehr gut überlegen, ob er wirklich einen Kredit aufnehmen möchte oder es besser sein lässt.